»WIE EINE INSEL IM STROM DER ZEIT –

750 JAHRE STIFT NEUZELLE«


Anlässlich des 750-jährigen Stiftsjubiläum ist die bestehende Dauerausstellung überarbeitet und akzentuiert worden. Ziel war es, die Ausstellung für die Besucher*innen attraktiver zu gestalten und durch den Einsatz von moderner Medientechnik Interesse an den Inhalten zu wecken.

 

Durch das Zusammenspiel von Ausstellungserzählung, Vitrinenlandschaften, erläuternder Grafik und Medieneinsatz soll so ein Mehrwert geschaffen werden, der sich zu einem nachhaltigen Erlebnis auch über den Besuch hinaus verdichtet. Die Ausstellung spannt den Bogen von den schwierigen Anfängen des Klosters über die Ausbildung eines prosperierenden Gemeinwesens bis ins 20. Jahrhundert.

In neun Räumen der Bereiche des Konversentraktes und des Kapitelsaales, sowie im Kreuzgang, ist die Ausstellungserzählung modifiziert worden und die Ausstellung hat ein neues Aussehen erhalten. Das Mobiliar der bisher bestehenden Schau ist teilweise in den neuen Rundgang integriert worden und wurde eigens dafür umgebaut und angepasst. Die Ausstellungsarchitektur tritt nunmehr in einen Dialog mit dem denkmalgeschützten Gebäude, dass das erste herausragende Exponat der Ausstellung darstellt.

 

Der Rundgang beginnt im Konversentrakt mit einer Videoinstallation als Auftakt und Begrüßungsraum für die Besucher*innen. Die Ausstellungsarchitektur in diesem Bereich ist in ihrer Anmutung zurückhaltend.

 

Die Formensprache ist geometrisch abstrakt und bezieht sich mit ihrer grauen Farbgebung auf den zurückhaltenden Farbkanon der Zisterzienser. In der Ausstellung geht es hier um die mittelalterliche Gründung des Klosters und die europaweite Ausdehnung des Ordens.

In den folgenden Räumen ist die Ausstellungsarchitektur bedingt durch die thematischen Inhalte sehr viel expressiver. Im Parlartorium werden Kriege und Gewalterfahrungen thematisiert. Die Vitrinen sind hier als große räumliche Inszenierung erfahrbar und verdeutlichen als gebauter Keil und mit angerosteter Metalloberfläche die Kriegsthematik.

In den Räumen des Kapitelsaals wird das wirtschaftlich sehr erfolgreiche Klosterleben mit all seinen Schätzen der Barockzeit dargestellt. Die Ausstellung reagiert darauf mit einer gebauten Kulisse, vor der sich die Pracht der Exponate zeigt.

 

Ein farblich verändertes großformatiges Bild der reich ausgestatteten Stiftskirche dient als Folie vor der die Objekte präsentiert werden.

PROJEKT-DETAILS

 

PROJEKTLEITUNG: Katharina Matthies
GESTALTUNGSKONZEPT: Matthies & Schnegg
ARCHITEKTUR: Thomas Doetsch
GRAFIK: Katharina Matthies, Julia Schnegg
LITHOGRAFIE: Claudia Wolf
FOTOS: Thomas Doetsch
FLÄCHE: 600 qm
FERTIGSTELLUNG: Mai 2018
AUFTRAGGEBER: kaplica GbR