»›Das schönste Pastell, 
das man je gesehen hat.‹
Das Schokoladenmädchen
von Jean-Étienne Liotard«

 

Die Sonderausstellung ist vom 28.09.2018 — 06.01.2019 in der Gemäldegalerie Alte Meister im Zwinger in Dresden zu sehen.
Im Zentrum der Ausstellung steht das Schokoladenmädchen des Künstlers Jean-Étienne Liotard (1702–1789). Der große Bekanntheitsgrad des Bildes beruht besonders auf der Darstellung eines einfachen, unbekannten Stubenmädchens, einem bis dahin äußerst seltenen Motiv.

Die Ausstellung ermöglicht erstmals, das Schokoladenmädchen als Teil von Liotards Gesamtwerk zu erfahren. Während seines erfolgreichen Aufenthalts in Wien am Hof von Maria Theresias malte er nicht nur das Schokoladenmädchen, sondern kam auch in engen persönlichen Kontakt mit der Monarchin und porträtierte sie mehrfach.


Die Ausstellungsgestaltung unterwirft sich ganz dem Werk des Künstlers. Die Grafik ist zurückhaltend gestaltet, sie dient vor allem dazu, unauffällig Informationen zur Verfügung stellen, die das Ganze rahmen. Es sollen ganz die Werke wirken, nichts soll davon ablenken.

Die gesamte Ausstellung ist zweisprachig aufgebaut.
Große farbige Wände umfassen die Schau, auf denen Ton in Ton Raum-, Bereichs- und Objekttexte über Leben und Wirken von Liotard informieren.

 

Als übergreifendes Leitsystem dienen große Zitate, die über die Räume hinweg sichtbar sind und die Themen deutlich machen. Zudem lockern Großgrafiken das Bild auf und schaffen Atmosphäre. So ist zum Beispiel eine Großgrafik von Konstantinopel zu sehen, ein Ort der Inspiration des Künstlers.

 

Auch der Künstler selbst, der sich, inspiriert von seinen Reisen durch das Osmanische Reich, mit langem Bart und Pelzmütze als selbsternannter „türkischer Maler“ porträtierte, wird in der Ausstellung vorgestellt.

PROJEKT-DETAILS

 

PROJEKTLEITUNG: Julia Schnegg
GESTALTUNGSKONZEPT: Matthies & Schnegg
ARCHITEKTUR: KKS Architektur + Gestaltung
GRAFIK: Julia Schnegg
LITHOGRAFIE: Claudia Wolf
FOTOS: Klut/Estel, SKD
FLÄCHE: 410 qm
FERTIGSTELLUNG: September 2018
LAUFZEIT: 28. September 2018 bis zum 6. Januar 2019
AUFTRAGGEBER: Gemäldegalerie Alte Meister, Dresden